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  • Gestaltpsychologie

     

    Die Gestaltpsychologie

     

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich mit der Gestaltpsychologie eine Wahrnehmungslehre, die sich mit dem Erkennen und Wahrnehmen unserer Umwelt beschäftigt. Die Gestaltpsychologie betont den ganzheitlichen Charakter menschlichen Wahrnehmens, Erlebens und Handelns.

    Zur Veranschaulichung: Ein Satz lässt sich nicht erfassen, indem seine Buchstaben isoliert voneinander betrachtet werden. Der Satz bildet eine untrennbare Wahrnehmungseinheit, eine Gestalt. Für eine Melodie z. B. gilt dies ebenso, da sie erst durch die Abfolge der einzelnen Töne zu einer Einheit wird und als Melodie wahrgenommen werden kann. Dies bedeutet, dass die “Gestalt” nicht nur über ihre einzelnen Elemente wahrgenommen wird, sondern über den Gesamteindruck aller Einzelheiten. Damit wird das Ganze zu mehr, als der Summe seiner Elemente.

    Die psychologische Forschung entdeckte dabei Wahrnehmungsgesetze, sogenannte Gestaltgesetze. Diese erklären, wie wir bestimmte Dinge wahrnehmen. Das bedeutet, die Gestaltgesetze können die Entstehung unserer Wahrnehmungseindrücke lediglich beschreiben. Die Vorhersage eines aus der individuellen Wahrnehmung entstehenden Eindrucks ist damit nicht möglich. Da individuelles Verhalten die Folge der Interpretation von Wahrnehmungseindrücken ist (siehe Seite Wahrnehmung), wird deutlich, warum sich menschliches Verhalten auf der Grundlage dieser Gesetzmäßigkeiten kaum vorhersagen lässt.

    Wir beschränken uns bei der Betrachtung der Gestaltgesetze auf einige, die bei der visuellen Wahrnehmung eine wichtige Rolle spielen.

    Gestaltgesetze

    Das Prinzip der Nähe

    Das Prinzip der Ähnlichkeit

    Das Prinzip der Geschlossenheit

    Das Prinzip der guten Fortsetzung

    Das Prinzip der Prägnanz

     

  • Nähe
  • Ähnlichkeit
  • Geschlossenheit
  • Fortsetzung
  • Prägnanz

 

 

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